Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Neue Geräte in der Radiologie

Mit dem Bezug des neuen IMED-Gebäudes wird ein Teil der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie einziehen. Neben einer neuen Durchleuchtungseinheit, an der zukünftig auch kleinere Interventionen durchgeführt werden können, wurden auch zwei neue Computertomographen installiert. Es handelt sich dabei um die allerneuesten verfügbaren High-End-Geräte. Diese erhebliche Investition wurde getätigt, um eine möglichst geringe Strahlendosis bei höchstmöglicher Bildqualität für unsere Patienten zu erreichen. CDs der Lunge können z.B. nun mit der Strahlenbelastung einer „normalen“ Röntgenaufnahme durchgeführt werden. Eines der CT-Geräte (SOMATOM Force) ist mit der Dual-Source-Technologie ausgestattet.

Diese Technologie ermöglicht nicht nur eine deutlich verringerte Strahlendosis, sondern erlaubt zusätzlich eine deutlich schnellere Diagnostik. Mit der Etablierung dieser CT-Technologie ist es möglich, einen extrem schnellen Aufnahmemodus zu erreichen: Der gesamte Brustkorb (Thorax) kann in etwa einer Sekunde dargestellt werden.
Hierdurch ist es nicht mehr zwingend nötig, den Atem anzuhalten. Die außerordentliche Geschwindigkeit der Bildaufnahme ermöglicht außerdem die Darstellung von bewegten Strukturen wie der Herzkranzgefäße in bisher nicht verfügbarer Qualität.
Invasivere Untersuchungen können hierdurch teilweise vermieden werden. Es kann frühzeitig ein drohender Herzinfarkt bei verengten

Herzkranzgefäßen diagnostiziert und zeitnah durch Kardiologen therapiert werden. Jodhaltiges Kontrastmittel, wie es bei der CT immer noch sehr oft gegeben werden muss, stellt für die Nieren gerade bei Älteren und chronisch Kranken eine zusätzliche Belastung dar.
Mit der neuesten Generation der Computertomographen kann an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie die notwendige Menge an Kontrastmittel deutlich reduziert werden. So können Untersuchungen der Lunge – welche vormals durchschnittliche Kontrastmittelmengen von 90 bis 110 ml benötigten – mit 25 bis 35 ml durchgeführt werden.

Zusätzliche Funktionalitäten bieten die High-End-Geräte auch bei der Therapiekontrolle. Hierfür ist die 4-D-Bildgebung, die neben der Morphologie auch die Funktion der Organe und Gefäße darstellt, von wesentlicher Bedeutung.

Vorteile ergeben sich auch im Bereich der Krebsdiagnostik und durch die Möglichkeit besserer Verlaufskontrollen bei Chemotherapien. Nachteil dieser dynamischen Perfusion war in der Vergangenheit die hohe Strahlenbelastung. Diese kann mittels der neuen CT-Geräte um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Angesichts solcher niedrigen Röntgendosiswerte wird es möglich sein, diese Verfahren am UKS routinemäßig einzusetzen und somit schneller und fundierter über die für den einzelnen Patienten optimale Therapie zu entscheiden.

Die niedrige Strahlenbelastung eröffnet weitere Möglichkeiten. So kann mit einer eigens für die Lunge abgestimmten Technik die Früherkennung beispielsweise von Lungenkrebs mit einer Dosis vergleichbar der einer konventionellen Röntgenaufnahme durchgeführt werden. Bei gleicher Strahlenbelastung erhält man also die deutlich höhere Aussagekraft der CT-Untersuchung.

Univ.-Prof. Dr. Arno Bücker, M.Sc.

Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

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